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Blick über den Gartenzaun |
Aber an dem Tag hatte ich auch gesehen, dass die Hecke geschnitten
werden muss und der Garten viel schöner aussähe, wenn ich den Weg einmal von Unkraut befreien würde...

Die Zucchini haben schöne große Blüten und nach dem zweiten Hinschauen entdecke ich sogar die ersten kleinen Früchte. "Toll, die Natur ist einfach großartig, jeden Tag verändert sich etwas!" denke ich. Selbst die Stöcke, die wir gesteckt haben, verschwinden ganz langsam im Grün der Bohnen, die sich zum Himmel hinaufwinden.
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... gen Himmel |
Bevor ich nach getaner Arbeit gehe - immerhin ist der Gartenweg nun fast unkrautfrei und der Eingang zu unserem Garten frei geschnitten - pflücke ich ein paar Salatblätter und nehme einige Zweige Zitronenmelisse mit .... na, auch an einem kleinen Rettich komme ich nicht vorbei. So gibt es etwas frisches zum Abendbrot.
Später, es ist schon fast halb neun abends, gucke ich aus dem Fenster zur Straße, da sehe ich Rasak auf dem Fahrrad. Er hält an: "Ich war im Garten" erzählt er auf Französisch ..."Ich auch!" sage ich. Gerade heute und wir haben uns knapp verpaßt.
"Die Bohnen habe ich an Drähte gebunden, die ich aufgespannt habe." berichtet er.
Am Ende sage ich noch einmal, er und die anderen Mitgärtner mögen unbedingt ernten. So viel wird jetzt reif und kann gepflückt werden! Und er sagt, er habe auch schon Salat geerntet und warte noch, bis unsere Eisbersalate richtig rund und groß geworden sind. Als er das sagt, leuchten seine Augen und er lächelt zufrieden.
Es ist Ramadan, seit Montag letzter Woche. Die Menschen, die Rmadan machen, scheinen mir zur Zeit ruhiger und in sich gekehrter. Essen findet immer abends statt um halb zehn, wenn ich es richtig verstanden habe. 13 Stunden ohne Trinken und ohne Essen am Tag ist lang. Ich weiß nicht, ob ich dann noch die Kraft hätte im Garten zu arbeiten?
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Dem Wachsen zugucken ... |